Der Abschied

Der Abschied war sehr traurig. Alle haben geweint… sogar die Jungen. Dabei hätte wohl am Anfang niemand geahnt, dass uns die Polen so sehr ans Herz wachsen würden. Als der Szczeciner Kinderchor am Samstagnachmittag ankam, waren alle ziemlich aufgeregt, denn schließlich wusste ja keiner, was uns erwarten würde. Wir trafen uns gegen 15.15 Uhr in der L– Aula. Zu Beginn wurden die Gastkinder aus Polen ihren Gastfamilien zugeteilt. Dann hieß es erst einmal: Umgebung erkunden. Gegen 19.00 Uhr begann die Abendprobe. Wir musizierten gemeinsam und hatten viel Spaß. Der Sonntag begann mit einer Probe, welche von 9.00 bis 12.30 Uhr im K– Gebäude stattfand. Anschließend ging es ins Internat zum Mittagessen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße und war natürlich total lecker. Anschließend wanderten wir zum Schloss. Es war sehr anstrengend, aber es lohnte sich, denn oben erwartete uns eine wunderbare Aussicht. Wir durften sogar das Schloss von innen besichtigen. Danach wanderten wir über das Christianental zurück zur Schule, wo wir von unseren Eltern um 17.30 Uhr abgeholt worden. Am Montag fanden wir uns alle am Westerntorbahnhof ein. Die Fahrt nach Drei Annen Hohne begann um 8.59 Uhr und dauerte bis 9.32 Uhr an. Die Wanderung zur Steinernen Renne über den Ottofelsen dauerte 2,5 Stunden. Als wir um 12.00 Uhr ankamen, stand der Wirt schon am Grill bereit. Die Würstchen waren leider nicht wirklich genießbar, da manche verbrannt, manche noch nicht durch und manche Würstchen auf der einen Seite verbrannt und auf der anderen Seite noch nicht durch waren. Die Getränke waren jedoch genießbar. Wir setzten unsere Wanderung zurück nach Wernigerode fort. Sie dauerte etwa 2,5 Stunden. Danach hatten wir für den Rest des Tages Freizeit. Am Dienstag fand die Generalprobe für unser gemeinsames Konzert mit den Polen von 10.00 bis 12.00 Uhr in der Johanniskirche statt. Von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr hatten wir Mittagspause im Internat. Diesmalgab es keine Nudeln, sondern Reis mit Klößchen. Anschließend hatten wir Freizeit bis zum Einsingen, das um 17.00 Uhr in der Johanniskirche stattfand. Um 18.00 begann das Konzert, zu dem auch unsere Eltern eingeladen waren. Wir hatten viel Spaß und erzeugten (wie Herr Fiala es nennen würde) einen ,,unglaublichen Sound“. Es wurde viel geklatscht und am Ende waren alle sehr stolz, dass wir in so kurzer Zeit so etwas Schönes mit den Polen erarbeitet haben. Am Mittwoch fand die Verabschiedung um 9.00 Uhr in der L– Aula statt. Nach vielen Umarmungen begleiteten wir die Polen zu ihrem Bus. Dort gab es erneut ein großes Umarmen und viele Tränen. Schweren Herzens ließen wir unsere Gäste gehen. Jeder von uns hatte in den letzten fünf Tagen viele Freunde gefunden und wir alle waren sehr traurig, da wir sie erst in über einem Jahr wieder sehen würden. Mit tränennassen Gesichtern gingen wir in den Unterricht. Obwohl alle sehr traurig waren, wussten wir, dass es leider sein musste. Aber im nächsten Jahr werden wir ihn wieder sehen, den Kinderchor aus Stettin.

Madlin Heft